• erweitert

  •  

 
 



kulturnews unterliegt im Streit um Twitterkonto

Keine Verwechslungsgefahr.



Jens O. Brelle
08.10.2012

Das Landgericht Hamburg hat entschieden, dass ein Werktitel einen Unterlassungsanspruch gegen ein Profil auf einer Social Media Plattform begründen kann. In dem konkreten Fall ging es um den Account-Namen "kulturnews" bei Twitter. Dort hatte ein Nutzer ein Profil mit eben diesem Titel angelegt. Der Herausgeber der Zeitschrift "kulturnews" war jedoch der Ansicht, dass dadurch der Werktitel der Zeitschrift und der Webseite kulturnews.de verletzt sei. Dieser Ansicht schloss das Landgericht nicht ganz an. Bei der analogen Zeitschrift und dem Twitterkonto handele es sich um unterschiedliche Medienkategorien, so dass keine Verwechslungsgefahr vorliegt.

 

Anders verhält es sich jedoch bei der Webseite kulturnews.de und dem Twitterkonto. Dafür hat das Gericht bestimmte Voraussetzungen aufgestellt. Zum einen muss derjenige, der eine Titelverletzung behauptet, darlegen, dass er den älteren Namen nutzt und Inhaber des Titels ist. Der Name muss titelmäßig genutzt werden und es muss damit eine Verwechslungsgefahr vorliegen. Außerdem muss das Twitterkonto gewerblich genutzt werden. Da das Twitterkonto von posterous.com betrieben wurde, wurde auch diese Voraussetzung erfüllt. Somit bejahten die Richter einen Unterlassungsanspruch gegen den Betreiber des Twitterkontos.



 
Zurück
 
Nächster Artikel

ARCHIV: Domainrecht (23)

Titel
 
Autor, Datum
 
Thema
 
Kommentare
Zugriffe


 
 
 
Page  01 02 03  of 03
 
Go to Page