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Pokémon Go erfolgreich wegen AGB abgemahnt

Virtual Reality?!



Jens O. Brelle
01.11.2016

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hatte den App-Entwickler Niantic des Online-Spiels Pokémon Go wegen den allgemeinen Geschäftsbedingungen der App bereits Ende Juli 2016 abgemahnt. Das kalifornische Unternehmen verletze mit insgesamt 15 Klauseln der Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen deutsche Verbraucherrechts- und Datenschutzstandards, so der Vorwurf. Gibt es keine Unterlassungserklärung ab, droht ihm ein Klageverfahren.

 

Niantic hatte sich ferner das Recht herausgenommen, den Vertrag jederzeit einseitig zu verändern oder fristlos zu kündigen. Zudem war die Rückerstattung von mit echtem Geld getätigten In-App-Käufen ausgeschlossen. Weiterhin sorgte auch die Möglichkeit, dass die Weitergabe personenbezogener Daten der Verbraucher an private Dritte ohne gesonderte Einwilligung der Betroffenen möglich sein sollte, für Kritik.

 

Nun lenkt Niantic ein und hat in allen beanstandeten Punkten eine Unterlassungserklärung abgegeben. Die Datenschützer bemängelten unter anderem, dass die App zu viele Zugriffsrechte verlange. Ein anonymes Spielen sei unmöglich. Personenbezogene Daten können laut der Nutzungsbedingungen einfach weitergegeben werden. 

 

Ab 2017 können deutsche Spieler auf rechtskonforme Nutzungs- und Datenschutzbedingungen hoffen. Schon in der Umstellungsphase darf sich Niantic gegenüber Kunden nicht mehr auf die beanstandeten Klauseln berufen.



 
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