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Streit um Beiersdorf-Kosmetika

Nicht optimal...



Maja-Marie von Heynitz
25.04.2016

Das Unternehmen Beiersdorf wollte zwei neue Cremetiegel auf den Markt bringen. Doch hierbei handelte es sich um "Mogelpackungen", die dem Käufer falsche Mengenangaben annehmen ließen.

 

Weil zwei Gesichtscremes des Unternehmens Beiersdorf eine irreführende Verpackungsgröße hatten, wurde deren In-Verkehr-Bringen nun vom Hanseatischen OLG verboten.

 

Die beiden Cremes "Nivea Teint Optimal Anti-Age Tagespflege Soja" und "Nivea Teint Optimal Anti-Age Nachtpflege Soja" wurden in ihrer Verpackung auf kleinen Papp-Podesten in die Faltschachteln gelegt. Die Faltschachteln hatten dabei eine Höhe von sieben Zentimetern, die Tiegel jedoch eine Höhe von lediglich vier Zentimetern. Zudem ist unter der Abbildung der Satz "Die Produktabbildung entspricht der Originalgröße" angebracht worden. Hierin sah die Wettbewerbszentrale eine "Mogelpackung", die Käufer in die Irre führen würde. Fast 43 % des Volumens der Gesamtverpackung seien nur Hohlraum, was dem Verbraucher nicht zuzumuten sei.

 

Beiersdorf argumentierte zwar mit der abgedruckten Füllmenge, was jedoch das Gericht nicht überzeugte, da die Füllmenge allein keine Rückschlüsse auf die Größe des Tiegels zulasse.

 

Die Wettbewerbszentrale sieht in diesem Urteil eine starke Signalwirkung für die Kosmetikindustrie.



 
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