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Werk von George Grosz darf Deutschland nicht verlassen

Brilliantenschieber im Café Kaiserhof.



Jens O. Brelle
09.03.2015

Die Aquarell-Collage „Brilliantenschieber im Café Kaiserhof" von George Grosz ist national wertvolles Kulturgut. Die Zeichnung des Malers und Karikaturisten Deutschland daher nicht verlassen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin mit Urteil vom 22.01.2015 entschieden.

 

Mit einer etwaigen Abwanderung des Bildes aus Deutschland würde ein wesentlicher Verlust für den deutschen Kulturbesitz einhergehen, so die Begründung des Gerichts. Nach Ansicht des Gerichts stehe die Zeichnung zu Recht auf der Liste national wertvollen Kulturgutes.

 

Sechs weitere Werke dürfen dagegen nach ausgeführt werden. Das Land Berlin hatte im vergangenen Jahr die Ausfuhr verweigert, weil die Kunstwerke als national wertvolles Kulturgut gelten und die Eigentümer keine Exportgenehmigung hatten. Die Werke sollten in einer Ausstellung in Großbritannien gezeigt werden. Betroffen waren unter anderem die Werke „Belebte Straßenszene","Schönheit, Dich will ich preisen" und „Brilliantenschieber im Cafe Kaiserhof" von George Grosz, „Ertüchtigung" von Hannah Höch, „Zwischen Bäumen stehendes Mädchen" von Otto Mueller sowie „Zwei nackte Tanzende" und „Mädchen auf violettem Sessel" von Ernst Ludwig Kirchner.

 

Die Eigentümer der Kunstwerke - Berliner Galeristen - hatten dagegen geklagt, dass Berlin die Zeichnungen auf die Liste des besonders geschützten Kulturguts gesetzt hatte. Das Verwaltungsgericht hat der hiergegen gerichteten Klage - bis auf die „Brilliantenschieber" von George Grosz - überwiegend stattgegeben.

VG Berlin, Urteil vom 22.01.2015 (VG 1 K 228.11)

beck-aktuell.de v. 23.01.2015



 
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