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Streit im Suhrkamp-Verlag

Abberufen!



Jens O. Brelle
10.12.2012

Der Streit um den Suhrkamp-Verlag vor dem Landgericht Berlin geht weiter. Das Gericht hatte zwei Verfahren zusammengezogen und bereits erste Entscheidungen getroffen. Das Gericht folgte der Auffassung des Minderheitsgesellschafter, dass für die Anmietung von Räumen in der Villa von Ulla Unseld-Berkéwicz, die Genehmigung der Gesellschafterversammlung erforderlich gewesen wäre, da die Kosten bei mehr als 75.000 Euro pro Jahr lagen. In den Räumen wurden Veranstaltungen durchgeführt und Gäste untergebracht. Das Gericht verurteilte die drei Suhrkamp-Geschäftsführer Unseld-Berkéwicz, Sparr und Landgrebe zur Zahlung von Schadensersatz von je 300.000 Euro.

 

Unseld-Berkévicz ist laut einer weiteren Entscheidung des Gerichts nun auch nicht mehr die Geschäftsführerin des Verlags. Die Gegenseite argumentierte, dass Unseld-Berkéwicz aufgrund der eigenmächtigen Entscheidung die Pflichten als Geschäftsführerin vorsätzlich verletzt habe. Möglicherweise werden auch noch weitere Mitgeschäftsführer abberufen. Auch das Landgericht Frankfurt beschäftigt sich mit dem Suhrkamp-Verlag. Dort wurde sogar die Auflösung des Verlags beantragt. Ob es soweit kommt, wird das Gericht am 13.02.2013 verkünden.



 
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