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Neuer Mehrwertsteuersatz für Kunst

Mehr Wert für Kunst?!



Jens O. Brelle
20.01.2014

Auch im Jahr 2014 wird mal wieder an der Mehrwertsteuerschraube gedreht und das trifft vor allem Kunstliebhaber. So gilt für Kunst nicht mehr der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent, sondern der von 19 Prozent. Erforderlich wurde die Erhöhung durch die Feststellung der EU-Kommission, dass ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz eine unerlaubte Förderung des Kunsthandels sei. Die Neuerungen sind nun im § 25a UStG zu finden. Doch nicht alle Kunstwerke werden teurer.

 

Das Bundesministerium der Finanzen schreibt dazu: "Mit Änderungen im Umsatzsteuergesetz wird ab 2014 die Steuerermäßigung für Kunst- und Sammlungsgegenstände auf das unionsrechtlich zulässige Maß beschränkt. Neben der Beschränkung tritt eine pauschale Differenzbesteuerungen bei Kunstgegenständen in Kraft."

 

Der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent gilt weiterhin für Originale der Bildenden Kunst, wenn die Werke vom Urheber direkt oder in Kommission verkauft oder wenn sie von außerhalb der EU eingeführt werden.

 

Eine Besonderheit gilt für Wiederverkäufer. Hier kann die Differenzbesteuerung Anwendung finden: Goetz Buchholz, Autor von mediafon, weist darauf hin: "Es werden 70 Prozent des Verkaufspreises mit dem vollen Mehrwertsteuersatz belegt. In diesem Fall kann für die Differenzbesteuerung der Einkaufspreis pauschal mit 30 Prozent des Verkaufspreises angesetzt werden. Besteuert wird also nicht der Einkaufspreis, sondern die Differenz zum Verkaufspreis, also 100 - 30 = 70 Prozent." Hier ist dann jedoch kein Vorsteuerabzug mehr möglich.

 

Nach Angaben von mediafon sind diese sind diese Regelungen seit dem 01.07.2013 in Kraft.

 

Vielen Dank an Goetz Buchholz für den Hinweis!



 
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