• erweitert

  •  

 
 



Kein Schadensersatz für Luxus-Mops

Keine Kohle für den Mops!



Jens O. Brelle
24.06.2013

Sir Henry ist in der Mops-Szene so etwas wie die Heidi Klum und er weiß anscheinend genau wie die Heidi, wie er sich am Besten verkauft. Sir Henry führt gewiss kein Hundeleben, er ist vielmehr der Inbegriff des Luxus-Hundes und das mit eigener Webseite, eigener Luxus-Beautylinie. Und wenn Sir Henry nicht gerade Luxus- Pfötchen-Balsam an den Hund bringt, setzt er sich auch noch für den Tierschutz ein. Sir Henry ist nicht einfach nur ein Hund und deshalb kann man sein Bild auch nicht einfach für einen Hundekalender verwenden - dachte sich zumindest sein Frauchen und klagte gegen eine Multimedia-Agentur. Die wagte es nämlich sein Abbild ohne jede Zustimmung auf einen Hundekalender zu drucken.

 

Frauchen machte sich daraufhin auf den Weg zum Anwalt und zog schließlich vor Gericht. Dort forderte sie Auskunft über die Erlöse und Schadensersatz. Leider folgte das Gericht dieser Ansicht nicht, vielmehr wies das Oberlandesgericht München die Klage ab und begründete seine Entscheidung damit, dass das Fotografieren von fremden "Sachen" erlaubt ist. ein herber Schlag für Sir Henry und sein Frauchen, aber so ist es nun mal - Hunde werden nach dem Gesetz wie Sachen behandelt. Und da weder eine schriftliche noch mündliche Vertragsbeziehung zwischen den Parteien bestand, besteht auch kein Zahlungsanspruch.



 
Zurück
 
Nächster Artikel

ARCHIV: Werberecht (229)

Titel
 
Autor, Datum
 
Thema
 
Kommentare
Zugriffe


 
 
 
Page  01 02 03 04 05  of 05
 
Go to Page