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Hitlers

Im Giftschrank!



Jens O. Brelle
19.03.2012

Das Landgericht München I hat entschieden, dass die historische Wochenzeitung "Zeitungszeugen" keine Auszüge aus Hitlers "Mein Kampf" veröffentlichen darf. Ursprünglich sollten in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift des Verlegers Peter McGee Auszüge der 1924 entstandenen Hetzschrift veröffentlicht werden. McGee sah dieses Vorhaben vom Zitierrecht gedeckt. Die Münchener Richter waren jedoch anderer Ansicht. Bereits das bayerische Finanzministerium, das Rechtsnachfolger des Eher-Verlags ist und somit die Urheberrechte an "Mein Kampf" besitzt, erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung der Auszüge. McGee teilte mit, dass er das Urteil respektiere und vorerst auf eine Veröffentlichung verzichten werde.

 

Allerdings halte er das Urteil für falsch, da "Mein Kampf" bereits in vielen Ländern legal erhältlich sei und auch in anderen wissenschaftlichen  Büchern daraus zitiert werde. Der Vorsitzende Richter Peter Guntz sah hier jedoch den Zitierzweck nicht erfüllt, da es bei der Auseinandersetzung nicht darum gehe, Belege für eigene Gedanken zu finden. Lange kann der Freistaat diese Haltung jedoch nicht mehr bewahren. Das Urheberrecht erlischt bekanntlich 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, dies wäre dann 2015. Bis dahin müsste die Staatsregierung ein Konzept für den Umgang mit diesem Werk vorlegen.

... Geschichte: Veröffentlichung von „Mein Kampf“ bleibt verboten - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/buecher/geschichte-veroeffentlichung-von-mein-kampf-bleibt-verboten_aid_721998.html
... Geschichte: Veröffentlichung von „Mein Kampf“ bleibt verboten - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/buecher/geschichte-veroeffentlichung-von-mein-kampf-bleibt-verboten_aid_721998.html

Pressemitteilung des LG München I v. 08.03.2012



 
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