• erweitert

  •  

 
 



Graffitifilm

Betreten verboten!



Jens O. Brelle
11.06.2012

Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass die Macher eines Films über Graffiti in der Berliner U-Bahn, die nicht genehmigten Aufnahmen nicht vervielfältigen oder verbreiten dürfen. Die Aufnahmen wurden von Verkehrsmitteln und Betriebsanlagen aus angefertigt, so dass durch die Verwertung der Aufnahmen in diesem Fall eine Eigentumsverletzung vorliegt. Dies war hier einfach festzustellen, da die Aufnahmen zeigen, wie U-Bahnen auf dem Betriebsgelände der BVG mit Graffiti besprüht wurden. Da es an einer Genehmigung der BVG fehlte, sind nicht nur die Aufnahmen zu untersagen, sondern auch ihre Verwendung. Einen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb sah das Gericht nicht.

 

Das Gericht schließt sich mit dieser Ansicht der Rechtsprechung des BGH an. Danach stellt das ungenehmigte Filmen eines Gebäudes und die Verwertung der Bilder eine Eigentumsverletzung dar, wenn das Gebäude von dem Grundstück aus, auf dem es sich befindet, gefilmt wird, denn das Eigentum kann auch dadurch beeinträchtigt werden, dass es, ohne beschädigt zu werden, in einer dem Willen des Eigentümers widersprechenden Weise genutzt wird (…). Die Filmemacher wurden ebenfalls dazu verpflichtet Auskunft über den Umfang der kommerziellen Nutzung des Films zu erteilen. Der Film konnte samt Bonusmaterial im Internet bestellt werden.



 
Zurück
 
Nächster Artikel

ARCHIV: Filmrecht (138)

Titel
 
Autor, Datum
 
Thema
 
Kommentare
Zugriffe


 
 
 
Page  01 02 03 04 05  of 05
 
Go to Page