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Dokumentarfilmer siegen gegen MDR

Signifikant beeinträchtigt.



Jens O. Brelle
20.08.2012

Das Landgericht Leipzig hat entschieden, dass eine Klausel in den Verträgen zwischen dem MDR und der AG DOK, die Produzenten unangemessen benachteiligt. Laut Klausel waren die Fernseh-Auftragsproduzenten dazu verpflichtet, alle entstehenden Film der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF) zu melden. Die Verwertungserlöse gingen zur Hälfte an die öffentlich-rechtlichen Sender und auch ein erheblicher Teil der Erlöse für die Auftragsproduzenten, floss aufgrund eines internen VFF-Verteilungsschlüssels an die öffentlich-rechtlichen Sender.

 

Die klagende AG Dokumentarfilm spricht von 7,5 Millionen vorenthaltenen Euro aus dem Jahr 2011. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Verwertungserlöse ausschließlich den Inhabern der Leistungsschutzrechte, also den Auftragsproduzenten, zustehen. Außerdem sei durch die Klausel die Entscheidungsfreiheit der Produzenten über die Auswahl der Verwertungsgesellschaft signifikant beeinträchtigt.



 
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