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BGH - Haribo

Erst kaufen, dann gewinnen!



Jens O. Brelle
13.01.2014

Um bei den Haribo "Glücks-Wochen" einen von 100 Goldbärenbarren im Wert von je 5.000 Euro gewinnen zu können, musste man erst einmal fünf Tüten Lakritz oder Fruchtgummi von Haribo kaufen und dann den Kassenbon einsenden. Ein Konkurrent sah in der Gewinnspielkopplung einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht und klagte. In den Vorinstanzen hatte die Klägerin noch Erfolg, doch der Bundesgerichtshof entschied nun, dass dieser Fall der Gewinnspielkopplung keine unlautere Geschäftspraktik darstellt.

 

Der BGH folgte der Argumentation der Klägerin nicht, dass hier die geschäftliche Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen ausgenutzt werde. Vielmehr müsse hier bei der Beurteilung des Falls auf das Verständnis eines durchschnittlichen Verbrauchers abgestellt werden. Gegen die beanstandete berufliche Sorgfalt werden nicht verstoßen, da auch die Kosten für die Teilnahme am Gewinnspiel deutlich werden.



 
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