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10.01.2013
Neuer Name - Neues Glück! Aus "Abgefahren" wird "Motor77"
von Jens O. Brelle & Denise Jurack

Alex Boehm ist Autoliebhaber und Magazinmacher. 2009 brachte er sein erstes Heft mit dem Namen „Abgefahren“ auf den Markt. Anfangs konnte das Heft nur über die gleichnamige Homepage von den Motorenfans geordert werden, später dann kümmerte sich der VF-Verlag, der auch Zeitschriften wie „Oldtimer-Markt“ und „British Classics“ verlegt um den Vertrieb. Doch die Zusammenarbeit wurde nach einem Rechtsstreit mit einem Autohaus beendet. Das aus NRW stammende Autohaus gibt nämlich ein Kundenmagazin mit dem Namen „abgefahren“ heraus und wollte das Liebhabermagazin aus Hamburg nicht neben sich dulden. Abonnenten wurde die Entscheidung mit einem Schreiben des Verlags mitgeteilt und dort fand sich auch der kleine Nebensatz, dass Alex Boehm und sein Team weitermachen. Neuer Name – neues Glück! Und somit heißt „Abgefahren“ ab der nächsten Ausgabe „Motor77“. Das Erscheinungsbild hat sich nicht geändert und auch nicht die Leidenschaft mit der Alex Boehm und sein Team über automobiles Kulturgut berichten.

 

 

„Das Magazin“ interviewt Alex Boehm und er gibt uns Auskunft darüber, was ihn antreibt und was „Motor77“ so besonders macht.

 

Das Magazin: Welche Leidenschaft ist größer? Die für Magazine oder die für Autos?

 

Alex Boehm: Für Autos, da ich aber Grafik-Design studiert habe und mir diese Arbeit viel Spaß bereitet war ein Automagazin so gesehen die logische Konsequenz.

 

DM: Wann und warum hast du dich entschieden, ein eigenes Auto-Magazin herauszubringen?

 

AB: Das war 2009. Die Idee dazu war schon viele Jahre früher da, aber es fehlte die Zeit für die Umsetzung. Im Vergleich zu englischsprachigen oder skandinavischen Magazinen gab es zu diesem Zeitpunkt in Deutschland kein Oldtimer-Magazin was mich persönlich wirklich angesprochen hatte.

 

DM: Was unterscheidet dein Magazin von anderen Automagazinen?

 

AB: Wir versuchen eine Kombination aus originellen Geschichten, guter Fotografie und einem ansprechenden Layout hinzukriegen. Bei uns stehen keine technischen Daten oder irgendwelche Reparaturtipps im Vordergrund. Wenn ich wissen möchte, wie ich eine Zylinderkopfdichtung austausche, dann besorge ich mir gleich das entsprechende Werkstatthandbuch. Viel mehr geht es um pure automobile Faszination in all ihren Facetten. Hier wird nicht nur der Kopf, sondern auch das Herz angesprochen.

 

DM: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem VF-Verlag?

AB: Der VF-Verlag ist auf "Abgefahren" positiv aufmerksam geworden. Das hat uns natürlich sehr gefreut und das Magazin durch die höhere Auflage einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.

 

DM: Was war der Auslöser für die Umbenennung des „Abgefahren“-Magazins zu „Motor77“?

 

AB: Ein Rechtsstreit mit einem Autohaus aus NRW, welches den Namen ebenfalls für seine Publikationen nutzte.

 

DM: Wie lange hat es gedauert, bis du dich entschieden hast, wieder ohne Verlag weiter zu machen?

 

AB: Da musste ich nicht lange überlegen, dafür macht mir die Arbeit einfach zu viel Spaß auch wenn das Projekt sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

 

DM: Rechnet sich das Magazin?

 

AB: Dafür ist die Auflage viel zu klein. Es ist so kalkuliert, dass die Einnahmen die Druckkosten abdecken. Hauptberuflich mache ich aber etwas anderes.

 

DM: Wie läuft es mit den Abonnenten? Konntest du einige vom neuen Namen und dem "alten" Inhalt überzeugen?

 

AB: Ja, die Nachfrage war groß! Das freut uns natürlich. Und den meisten Lesern gefällt der neue Name sowieso besser.

 

AL: Wir bedanken uns für das Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg!

 

 

Das Magazin „Motor77“ erscheint vier Mal pro Jahr und ist als Einzelheft oder als Abo zum Preis von 5 Euro pro Heft erhältlich.

 

http://motor77.de/

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