• erweitert

  •  

 
 



01.06.2015
Nähe auf Distanz: Symposium zur Kraft politischer Bilder
von Judith Waldmann & Isabelle Busch

 

Symposium:

 

NÄHE AUF DISTANZ

EIGENDYNAMIK UND MOBILISIERENDE KRAFT POLITISCHER BILDER IM INTERNET

 

Sonntag, den 14. Juni 2015, 14 - 20 Uhr

 

Warburg-Haus

Heilwigstraße 116

20249 Hamburg

 

Timing:

 

14.00 Uhr: Begrüßungsworte

14.15 Uhr: Dr. Jule Hillgärtner, Kunstverein Braunschweig

15.00 Uhr: Dirk Engling, Chaos Computer Club, Berlin

16.00-16.30 Uhr: Pause

16:30 Uhr: Suha Arraf, Filmemacherin, Haifa, ISR

17.15 Uhr: Verena Straub, Humboldt-Universität zu Berlin

18.00-18.15 Uhr: Pause

18.15 Uhr: Screening: Rabih Mroué, The Pixelated Revolution, 2012

18.40 Uhr: Dr. Monique Bellan, Orient-Institut Beirut, LIB

19:00 Uhr: Kaya Behkalam, The American University in Cairo, EGY und Jens Maier-Rothe, Beirut, Kairo, EGY

19.30-20.00 Uhr: Podiumsdiskussion

 

Im Zuge der Digitalen Revolution hat sich die Herstellung, Distribution und Verfügbarkeit von Bildern massiv potenziert und neue, globale Kommunikationsmechanismen hervorgebracht. In kürzester Zeit hergestellt und hochgeladen werden politische Bilder ohne vorherige journalistische Einordnung rezipiert und weiter verbreitet, kopiert und verlinkt. Das interdisziplinäre Symposium im Warburg-Haus Hamburg geht manipulativen, restriktiven und demokratisierenden Strukturen politischer Bilder nach und untersucht den Bedeutungswandel, den sie erfahren, sobald sie aus ihrem ursprünglichen Kontext entkoppelt und durch das Internet katalysiert werden.

 

Die zeitliche Verdichtung von Bildproduktion, Verbreitung und weltweiter Abrufbarkeit aber auch das nahezu unhierarchische Gefüge des Internets verändern die Wirkungsmacht des Bildes. Politische Botschaften und Geschehnisse treffen uns auf diese Weise ungefiltert und direkt, wodurch sie imstande sind, unmittelbare Reaktionen hervorzurufen. Politische Handlungen werden so nicht mehr nur repräsentiert, sondern durch Bilder potenziell auch generiert, wie aktuell die Propagandavideos des IS zeigen, die als visuelle ‚Waffe' bewusst dazu eingesetzt werden Angst und Schrecken zu verbreiten.

 

Immer gleiche Settings, wie in Videotestamenten von Selbstmordattentätern, erzeugen spezifische Ikonografien. Das Übernehmen und Wiedererkennen von Motiven und Narrationen erzeugt Verständnis und Nähe zwischen Protagonisten und Rezipienten. Zugleich verschwimmt durch dieses Selbstverständnis jedoch auch die rationale Distanz zum Ereignis. Weitere Formen der Herstellung von Nähe wie etwa Live-Schaltungen, ‚Embedded Journalism', aber auch wackelige Amateuraufnahmen des Bürgerjournalismus erwecken den Eindruck von Authentizität. Störungen bei der Aufnahme und Übertragung vermögen diese Wirkung sogar zu verstärken. Wie hoch jedoch ist der Informationsgehalt dieser Bilder tatsächlich? Innerhalb des Symposiums soll beleuchtet werden, inwiefern die Unmittelbarkeit des Internets einen neuen Bilderglauben begünstigen kann.

 

Schirmherrschaft:

Prof. Dr. Uwe Fleckner

 

Konzeption und Organisation:

Isabelle Busch und Judith Waldmann

 

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

 

Das Symposium und der darauf folgend erscheinende Tagungsband werden gefördert durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, die Liebelt Stiftung Hamburg, das Institut für Auslandsbeziehungen und den Verein der Freunde und Förderer des Kunstgeschichtlichen Seminars e.V.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Warburg-Stiftung und der Universität Hamburg.

 

Weitere Informationen unter:

http://www.warburg-haus.de

Artikel auf Facebook empfehlen
 
Archiv: Ausstellungen & Events (118)

Titel
 
Autor, Datum
 
Thema
 
Kommentare
Zugriffe


 
 
 
Page  01 02 03 04 05  of 05
 
Go to Page